Hallo,
mein Name ist Marco Wiedwald.
Vor fast 20 Jahren begann alles, als ein Freund mir drei seiner Vögel vermachte und mich so mit einem Virus infizierte.
Damals wusste ich nicht, was daraus einmal werden sollte.
 
Stück für Stück wurde der Garten, Anbau um Anbau erweitert.
 
Bis hier war es ein weiter Weg. Er dauerte 12 Jahre und hat bis heute 15 laufende Meter Volieren ergeben. Aber man kann ja nie wissen, ob es nicht noch der eine oder andere Meter mehr wird.
Heute leben bei mir und meiner Frau circa 80 Tiere in großen Aussenvolieren mit angeschlossenen Schutzhäusern.
Ein Hobby kann schnell zur Belastung werden. Das merken wir immer dann, wenn uns Menschen hilfesuchend kontaktieren, weil Sie entweder nicht wussten oder sich nicht richtig informierten, bevor Sie einen Krummschnabel zu sich holten, was auf Sie zukommen wird. Manchmal ändern sich auch „nur“ die Lebensumstände und plötzlich kann man den Tieren nicht mehr das bieten, was erforderlich ist.
Immer wieder kommt es vor, dass wir für diese Tiere ein neues Zuhause finden müssen. In den meisten Fällen gelingt uns das auch und für die, die dann übrig bleiben, haben wir ein gutes Herz und ein Plätzchen fürs Leben.
So kamen auch Emma, Egon,
Lu , Heidi und Peter, Biene und Cora oder auch Purtzel zu uns.
 
Biene ist jetzt 24 Jahre, also im besten Alter/ Cora hat für seinen Namen leider das falsche Geschlecht und ist auch 24 Jahre alt. Beide wurden in " Einzelhaft " völlig falsch behandelt. Biene war ein Rupfer und Cora hat geschrien und gebissen. Heute sind Sie ein glückliches Paar.
Egon war ein toller Kerl. Er starb leider vor 2 Jahren in unseren Armen. Bis er bei uns landete, ging es ihm leider nicht so gut. Er muß viel Schlimmes erlebt haben. Auch bei uns dauerte es eine ganze Weile bis er Vertrauen fassen konnte.

LuLu . Sie ist heute 13 Jahre und nicht mehr ganz so fit, aber lachen kann sie immer noch.

und das ist Emma, die in der Mülltonne landete und dann im Tierheim.
Bei uns haben immer die Tiere den Vorrang.
Wir sind immer bemüht den Tieren ein artgerechtes Leben zu ermöglichen.
Wir halten und züchten folgende Krummschnäbel:
Agapornieden
Wellensittiche
Nymphensittiche
Blaugenick-sperlingspapageien
Thimneh-Graupapageien
Jendayasittiche
Sonnensittiche
Chinasittiche
Rotbauchsittiche
                 
Mein Hobby
Die Zucht von Papageien und Sittichen
Als vor ich vor vielen Jahren die ersten Vögel in meinem Leben begannen eine Rolle zu spielen war ich mir der Tragweite meines Entschlusses mich um „ nicht mehr gewollte Vögel „ zu kümmer n eigentlich auch nicht bewusst.
Ein Freund fragte mich, ob ich bereit wäre drei Agapornieden – es waren Rosenköpfchen – bei mir im Garten aufzunehmen. Da stünde schließlich ja noch eine unbenutzte Voliere vom Vorbesitzer des Gartens.
Sie waren ja so süß und ich entschloss mich zur Übernahme.
War das ein Fehler?
Heute kann ich sagen nein, denn zu diesem Zeitpunkt hat mich dieses Hobby nie mehr los gelassen.
Viele andere Arten bevölkern heute meine Volieren und nach ein zwei Umzügen, natürlich mit den Tieren, bin ich in Löhme, meinem Geburtsort und dem Ort meiner Kindheit angekommen.
Ich legte vor einigen Jahren beim Amtstierarzt meine Züchterprüfung ab und verfolge alles, was es zu diesem Thema auch nur geben mag. Eben ein richtiger Vogelverrückter.
Viel Zeit bleibt da nicht für meine persönlichen Belange, da ich natürlich auch noch arbeite.
Irgendjemand muss schließlich das Geld für all den tierischen Aufwand nach hause schaffen. Womit die Frage die sich mancher nun stellen mag, wie schafft man es 80 Tiere zu versorgen, fast beantwortet wäre. Wir leben also ein ganz anderes Modell der Lebensführung.
Freizeit und jegliches Vergnügen wie Urlaub von Zuhause sind seit Jahren gestrichen. Komisch ich merke gerade, dass mir das gefällt.
Natürlich ist all das nicht ohne meine Frau zu schaffen. Gemeinsam und mit vereinten Kräften stemmten wir schon so manche Hürde. Ich glaube das ist ein Virus, den wir uns da eingefangen haben. Anders ist es nicht zu erklären, dass wir uns damit rumschlagen jeden Tag alle zu reinigen zu füttern uns zu sorgen und natürlich auch über Zuchterfolge zu freuen. Jetzt ist die Stunde derer gekommen die sagen wollen, dass wir ja eigentlich verboten gehören, weil wir indirekt zum Elend der Tiere beitragen.
Nein wir Züchter verstehen uns nicht als sinnlose Vermehrungsanstallt. Sondern sorgen uns um jedes Tier was einmal unser Haus verlassen wird, genauso wie um die, die bei uns aus verschiedenen Gründen abgegeben werden oder auch nur zu unserer Freude bei uns leben.
Wir glauben fest daran, dass uns der Dank aller neuen Besitzer, aber auch der Tiere die wir bereits vermittelten sicher ist.
Als verantwortungsvoller Züchter sollte man immer mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Genau das versuchen wir seit vielen Jahren.
Unsere Tiere werden nicht einzeln sondern im Schwarm gehalten. Wir stecken nicht Vogel A und B zusammen, um unbedingt besondere Farben zu züchten. Nein die Tiere haben die freie Wahl des Partners. Wir versuchen ständig an den Haltungsbedingungen zu arbeiten, um das bestmögliche für die Tiere zu erreichen. Zuchterfolge stellen sich dann oft von ganz alleine ein. So halten unsere Tiere schon immer eine gewisse „ Winterruhe“ ein. Wir entfernen einfach alle Nistmöglichkeiten aus den Volieren und ersetzen diese durch Schlafbretter und eine erhöhte Anzahl an Sitzstangen.
Wir vermehren also nicht nur, sondern verstehen unseren Part als Beitrag zum Arterhalt artengeschützter Tiere.
Spaziergänge meiner Frau enden meistens damit, dass Sie Futter mitbringt, welches Sie auf den Wiesen der Umgebung sammelt. Der Speiseplan unserer Tiere wird hierdurch um einiges bereichert. Was die „Wiesenfutterkunde“ angeht kann man sich an Sie wenden. Fragen hierzu beantwortet Sie immer gern.
Sollten Sie hierzu Fragen haben oder Probleme bei der Haltung Ihres Vogels aufgetreten sein, kontaktieren Sie uns einfach. Wir verurteilen Niemanden sondern versuchen nur zu helfen, wo Hilfe notwendig und gewünscht ist.
Keine Scheu, diese wäre im Sinne der Tiere völlig fehl am Platze.
Im Sinne unserer Tiere, bitten wir Sie zu respektieren, dass Besichtigungen nicht nach Dämmerungsbeginn stattfinden können. Unsere Zeit ist natürlich auch meist sehr knapp bemessen, da wir beide im Schichtsystem arbeiten. Eigentlich ist dies ein Vorteil für alle unsere Tiere, da fast immer einer von uns beiden zuhause ist, was aber nicht ausschließt, dass eine genaue Terminabsprache erforderlich ist. Bitte haben Sie auch hierfür Verständnis.
Wir behandeln alle Anfragen natürlich auch gern anonym und diskret. Denken Sie immer an das Wohl der Tiere, sie sind auf uns angewiesen und brauchen unsere Hilfe und Fürsorge.
Wir Freuen uns auf Ihre Fragen
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